Für diesen Abend haben sprech&schwefel Herrn Keuner eingeladen, um ihn und seine 121 Geschichten kritisch zu befragen. Herr K. hat, wie wir wissen, die Angewohnheit, in Gleichnissen zu sprechen und seinen verrückenden Blick auf die Welt und ihre Umstände zu richten. Wir sind gespannt.
Bezugnehmend auf die bewegte Geschichte eines kleinen, brandenburgischen Dorfes und seine Künstlerkolonie, gehen Herr K. und sprech&schwefel den vielfältigen Verflechtungen nach, die sich aus dem Umstand ergeben, dass ein Freund der Familie Kühne, Horst Horster, in den 30er Jahren nach Dänemark emigrieren musste und dort mit seiner Frau Angelina Grochowalska ein politisches Puppentheater gründete, wofür ihnen Bertolt Brecht einige Stücke überließ.
Im September kommen Brecht und Keuner (Puppenbau Janusz Debinski) nach Jamlitz und sprechen mit sprech&schwefel über Gott und die Welt.
sprech&schwefel sind Urs Klebe, Götz Schneyder und Clemens Nicol, allesamt ausgebildete Sprecher, die sich der Literatur in ihrer schönsten Form verschrieben haben: Sie bringen das Buch auf die Bühne. Laut, lebendig und nicht wiederholbar werden Buchstaben zu buntem Kopfkino, Figuren zu Menschen und Geschichten zu unvergesslichen Ereignissen. Sozusagen Theater ohne Requisiten und Effekte, aus einem Guss, mit der Stimme direkt ins Herz – sprech&schwefel eben.
Veranstalter ist die Kunst und Kultur gemeinnützige UG, die sich auch in diesem Jahr mit der Frage beschäftigt, welche künstlerischen Verbindungen zwischen Jamlitz und Skandinavien bestehen.