Chrystal Floods – Von den Emotionen des Wassers
Kristallflut der Tränen, destillierte Quintessenz des Herzens, von der Flamme verzehrt. Der Aggregatzustand unserer Trauer, der menschlichen Trauer ist seit jeher das versalzene, dicke Wasser, das uns aus den Augen strömt.
In jeder erdenklichen Form sind Tränen ein Ventil unseres Schmerzes (des direkt brennenden oder aber auch desjenigen nostalgischen Wehs, das die Freudentränen-Freude von einer bloß lächelnden Freude abhebt), das sich meist gegen unseren gefassten Widerstand öffnet und dem Darunterliegenden, das nicht mit Worten nach außen dringen kann, den Weg an die Außenwelt freimacht.
Das verbindet die Träne auf direkte Weise mit der musikalischen Geste, die in gleicher Weise Unsagbares ausdrückt und in durchdringenderer Weise mit unserem Innenleben verbunden ist, als das Wort es vermag.
In der Barockmusik wurde die Geste des Seufzers bis zum Erschöpfen ausgekostet. Ob in Frankreich, Italien, England oder Deutschland, überall wird nicht nur von den Tränen (les larmes, le lacrime, the tears, die Thränen) gesungen, es werden die Tränen selbst zur Musik. In unzähligen poetischen Bildern werden sie zu reißenden Bächen, brennenden Pfeilen, kristallenen Tropfen oder gar zu Eiszapfen und spiegeln so den gewaltigen Reichtum unserer schmerzlichen oder auch schmerzlich-schönen Gefühle.
Achtung: Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung es erfordert, eine längere Zeit zu stehen. Sollten Sie dazu nur eingeschränkt in der Lage sein, melden Sie sich gerne im Vorfeld bei uns. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Fachbereich Wassertechnik und Siedlungswassertechnik der BTU statt.