KUNST hinterm EISERNEN: REDOX Bild · Text · Klang
Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)
Mittwoch 29. April 2026
19:30 Uhr
Großes Haus (Staatstheater Cottbus) | Cottbus
Eine Kooperation von Staatstheater Cottbus und BLMK
Mit REDOX gestalten Sabine Herrmann und Klaus Killisch gemeinsam mit den Musikern Enkidu rankX und Uri Killisch einen interdisziplinären Abend zwischen Screening, Performance, Lesung und Live-Musik. Ausgangspunkt sind Kunstwerke von Sabine Herrmann und Klaus Killisch aus der Sammlung des BLMK: Malerei, Fotografie und Künstlerbuchprojekte, die in der späten DDR und der Zeit danach entstanden sind. Die Präsentation großformatiger, vom Schnürboden in den Raum gehängten Malereien bilden den Ausgangspunkt für ein sich im Verlauf der Veranstaltung wandelndes Bühnensetting. Projektionen grafischer Werke und Fotografie transformieren den Bild/Raum analog zur musikalischen Intervention, die sich mit live gelesenen Textfragmenten aus Künstlerbüchern, also künstlerischen Nischenprojekten der 1980er Jahre, verknüpft werden.
Der Titel REDOX verweist auf den chemischen Prozess der Oxidation und Reduktion – eine Reaktion von Abgabe und Aufnahme, von Transformation und Energieübertragung. Dieses Prinzip bildet die konzeptuelle Grundlage des Abends: Archivmaterial wird nicht historisch abgeschlossen präsentiert, sondern als aktiver Bestandteil eines gegenwärtigen künstlerischen Prozesses verstanden. Die präsentierten (historischen) Kunstwerke thematisieren u. a. Öffentlichkeit und Kontrolle, Körper und Handlung, Sprache und Bildproduktion unter politischen und gesellschaftlichen Spannungsbedingungen. In der Live-Zusammenarbeit mit den Musikern und Schauspieler*innen entstehen neue Konstellationen von Bild, Text und Klang, die das Material aktualisieren und in einen offenen Dialog mit der Gegenwart überführen. Die musikalische Ebene agiert dabei nicht illustrativ, sondern als gleichwertiger Partner. Elektronische Strukturen, Improvisation und körperliche Klänge reagieren auf Bildrhythmen, Schnitte und Pausen und erzeugen eine performative Verdichtung des Archivs.
HINWEIS
Die Veranstaltung findet im Großen Haus auf der Bühne hinter dem Eisernen Vorhang statt.
Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei.