Offene Probe des Musiktheaters: AscheMOND oder The Fairy Queen

Foto: Marlies Kross, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)
Foto: Marlies Kross, Lizenz: Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder)
Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) | no license
Samstag 17. Januar 2026
10:00 Uhr
Großes Haus (Staatstheater Cottbus) | Cottbus
Oper von Helmut Oehring unter Verwendung von Musiken Henry Purcells Libretto von Stefanie Wördemann mit Texten von William Shakespeare, Adalbert Stifter, Heinrich Heine und Helmut Oehring Soundproduktion: Torsten Ottersberg / GOGH s.m.p. Cottbuser Fassung des Komponisten „AscheMOND“ erzählt von der existenziellen Verbindung aller Menschen, malt Bilder von Grundkonflikten und Loyalitäten. Eine Oper im Verlauf einer Sommernacht und zugleich im unendlichen und doch Ende bringenden Fluss der Jahreszeiten. Vor dem Hintergrund einer Sonnenfinsternis entfaltet sie die Vision einer Versöhnung des scheinbar Unvereinbaren. Oehrings Antwort-Oper auf Shakespeares „Sommernachtstraum“ und der Purcellschen Adaption „The Fairy Queen“ vereint Tragödie und Komödie und blickt auf den Schwebezustand zwischen Leben und Tod, Lieben und Verlieren. Helmut Oehring, 1961 in Ost-Berlin als Sohn gehörloser Eltern geboren, zählt zu den bedeutendsten internationalen Komponist*innen. Seine Muttersprache ist die deutsche Gebärdensprache, deren räumliche Syntax und Grammatik DNA seiner audiovisuellen Partituren ist. In „AscheMOND“ oszillieren Zeit- und Ausdrucksebenen, die durch Oehring übermalten Barockklänge und seine eigene Musik umkreisen einander wie Planeten. Die gehörlose Schauspielerin und Tänzerin Kassandra Wedel verkörpert die Fairy Queen in einer durch den Komponisten choreografierten Gebärdenpoesie, die auch die Partien der Sänger*innen und des Chores prägt.