openart Lausitz Biennale Ausstellung

Foto: Friederike Kalz
Foto: Friederike KalzCC BY-NC-ND
Foto: Katharina Arndt
Foto: Katharina ArndtCC BY-NC-ND
Foto: Tracey Snelling
Foto: Tracey SnellingCC BY-NC-ND
Samstag 12. September 2026
11:00 Uhr
Kunsthalle Lausitz | Cottbus
Die openart Lausitz Biennale für zeitgenössische Kunst spannt ein künstlerisches Band um die Lausitz – den Abschluss bildet Cottbus vom 5. August bis 20. September, damit schließt der Ausstellungszyklus. Ausstellungsort ist die Kunsthalle Lausitz, direkt gegenüber vom Cottbuser Hauptbahnhof. Die Sorbische Kultur, der Umbau der ehemaligen Industriestadt (Kohle und Textil) und die neuentstehende Seenlandschaft sind die zentralen Themen, die die Künstlerinnen und Künstler in Cottbus aufgreifen und künstlerisch umsetzen. Im ehemaligen Bahnhofsgebäude – heute Kunsthalle Lausitz – zeigen sie großformatige Malerei, textile Objekte, aber auch voluminöse Skulpturen sowie Foto- und Videoarbeiten, Street Art und Comickunst. Den gesellschaftlichen Umbruch thematisiert das Künstlerkollektiv URBAN ART – Anne Peschken und Marek Pisarsky, das direkten Bezug auf die Verlagerung der Textilindustrie nach Asien nimmt. Die einst blühende Industrie ist erloschen und ausgelagert. Berühmt ist die gebürtige Amerikanerin Tracy Snelling, die seit einigen Jahren u. a. In Berlin lebt. Ihre Werke sind in der Berlinischen Galerie und dem Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen. Eindrucksvoll thematisiert ihre Skulptur „Tainment Raising“ wie die Armenquartiere immer mehr anwachsen, wie Obdachlosigkeit zunimmt. Die britisch-chilenische Künstlerin Jess Zamora-Turner erstellt eine in den Raum hineinragenden Patchwork-Installation aus gebrauchten Textilien. Die gegenüberliegende Seite bespielt Caroline Böttcher mit einer multimedialen Installation aus textilen Objekten, Fotografien und erzählerischen Fragmenten zur Geschichte der Lausitzer Textilindustrie. Mit der Arbeit „Verwoben“ greift Annette Hecht-Bauer das Thema Umweltverschmutzung und Verlust auf. der aus Cottbus stammende Künstler Felix Matschke zeigt eine Serie digital gezeichneter Illustrationen von Architekturen der Lausitz und anderen Orten im Wandel, vor denen schemenhafte Figuren erscheinen. Valentina Troendle präsentiert entlang des Weges durch das Gebäude ihre fotografische Lausitz-Serie „Sediment“. Martin Böttgers Skulptur „Dredder“ aus grellfarbigen Metallfragmenten erinnert an futuristische Maschinenwesen. Mit seinem Gemälde „Social Silence“ zeigt Casey McKee eine surreale Strandszene vor einer Ölplattform. Miriam Lenks monumentale Skulptur „Fragile Wucht“ bewegt sich zwischen Stärke und Verletzlichkeit, Ordnung und Chaos, Zerfall und Neuanfang. Neben dem industriellen Umbruch steht in Cottbus Street Art, Graffiti und Manga-Kunst auf dem Programm: Die sorbischen Mangas von Siggiko, Street Art von Katharina Arndt in „How to Dress for Jogging“, die großformatige Wandbilder aufbringt. Mit Humor und zeichnerischer Präzision thematisiert Lioba von den Driesch in ihrem Trickfilm „Last Supper“ universelle menschliche Konflikte.